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Was ist eine „Energetische Therapie“?

„Energetische Therapie“ ist eine Therapieform, die den Körper und den Geist gleichwertig berücksichtigt. Sie geht davon aus, dass erst das Zusammenwirken von Körper und Geist nachhaltige Veränderungen im Menschen ermöglicht. Damit unterstützt „Energetische Therapie“ Menschen in der Ausgestaltung und in den Herausforderungen ihres Leben.

Wie wirken Körper und Geist zusammen?

Das Wesen von Körper und Geist ist sehr verschieden — und zugleich ist ein Leben ohne beide Aspekte nicht vorstellbar. Die Wirkungen des Geistes auf den Körper sind mittlerweile gut dokumentiert und anerkannt — etwa in Form mentaler Kraft oder psychosomatischer Erscheinungen. Die Wirkungen des Körpers auf den Geist hingegen sind wenig erforscht und auch wenig bekannt. 

Wie kann man sich die Wirkungen des Körpers auf den Geist vorstellen?

Ebenso wie unser Geist unseren Körper formt, so formt auch unser Körper unseren Geist. Unser Körper kann unseren Geist flexibel, frei oder auch profunde machen — aber auch das Gegenteil bewirken. Unser Körper ist veränderbar, auch als Erwachsener, wenn auch natürlich nicht in dem Maße und anders als etwa Kinder wachsen. In dem Maße, wie sich unser Körper verändert, verändert sich auch unser Geist.

Das klingt nach körperlicher Anstrengung …?

Körperliche Anstrengung ist ein Teil von „Energetischer Therapie“ — diesen gestaltet jede/r nach seinem/ihrem Maße selbst. Aber es ist richtig, der moderne Mensch sieht sich zunehmend damit konfrontiert, sich mit körperlicher Anstrengung überfordert zu fühlen. Das schafft Probleme. Denn ein Aspekt unserer natürlichen Körperlichkeit ist Anstrengung. Wenn sich der Körper profunde bewegt, kann er sich auch profunde entspannen.

Der andere Teil „Energetischer Therapie“ ist der, sich wieder „ganz“ zu bewegen. Wenn wir kleine Kinder beobachten, wie sie den ganzen Tag über alle Teile und Bereiche ihres Körpers in vielfältigster Weise bewegen, dann wird schnell klar, dass viele Menschen im Laufe ihres Lebens Bewegungsabläufe wieder „verlernt“ haben, die zuvor einmal natürlich waren.

Und der Geist —was trägt der dazu bei?

Meine Erfahrung zeigt, dass erst ein Körper, der sich ausgewogen bewegt hat, den Geist zur Ruhe kommen lässt. Das eigentliche Wesen unseres Geistes ist „Innere Stille“, wie sie in allen Religionen und spirituellen Lehren zentraler Bestandteil ist. Innere Stille bewirkt, dass unser Geist in unserem Körper ruht, Geist und Körper miteinander verbunden bleiben. Leider sehen wir uns auch hier häufig mit dem Gegenteil konfrontiert: Reize über Reize überfluten uns. Es ist eher so, dass wir nicht mehr abzuschalten wissen, uns in permanenter Verarbeitung überbordender Reize erschöpfen und nachhaltig auslaugen. Den Geist wieder an sein ursprüngliches Wesen der Inneren Stille zu erinnern — und dies aufbauend auf einem Körper, der sich wieder umfassend und „ganz“ bewegt —, sehe ich als eine der größten, aber auch lohnendsten Herausforderungen für den modernen Menschen.