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Heilende Balance

Manchmal stellt uns das Leben vor große Herausforderungen. Wir bemerken Symptome, leiden unter Beschwerden, kennen medizinische Diagnosen. Aber was wirklich los ist, wissen wir nicht. Die eigentlichen Ursachen bleiben im Dunkeln. Manchmal möchten wir auch gar nicht wirklich wissen, was los ist, möchten nur, dass es besser wird.

In dieser Situation der Krise mag es hilfreich sein, sich zu vergegenwärtigen, dass das Urprinzip von Harmonie und Balance ein wesentlicher Schlüssel zu unserer Gesundheit ist. Unser Körper funktioniert gemäß einer Vielzahl von Regelmechanismen, unser Geist tut dies auch, und selbst unser Sozialleben gestalten wir nach Regeln, die unser Wohlbefinden vorgibt. 

Diese Balance halten wir solange aufrecht, solange es uns gelingt, auch die äußeren Umstände mit dem inneren Wohlbefinden in der Waage zu halten. Wird der Druck sich verändernder äußerer Umstände zu groß, indem es uns nicht mehr gelingt, die äußeren Umstände dem inneren Wohlbefinden anzugleichen oder umgekehrt die innere Befindlichkeit den äußeren Umständen anzupassen, bekommen wir ein Problem. Dann beginnt etwas nicht mehr zu funktionieren. Dann wird aus unserem Gleichgewicht ein Ungleichgewicht. 

Und dies ist der Moment, in dem wir gegensteuern müssten, aber nicht mehr wissen wie. Anfangs als vorübergehendes Unwohlsein gerät unsere Balance immer mehr aus den Fugen, bis schließlich Symptome und Beschwerden verschiedenster Art uns darauf hinweisen, dass da etwas nicht mehr passt. 

Energetisches Lernen

Wenn wir nicht weiter wissen, ist es gut, irgendwo zu beginnen. Das "irgendwo" lässt sich allerdings gut einschränken. Letztlich lässt sich jede Intervention zurückführen auf "Körper" oder auf "Geist". Also gegensteuern können wir mit unserem Körper und mit unserem Geist. Am besten mit beidem. Beides hat Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, beides hat Auswirkungen auf unsere Balance. 

Bewegung

Unser Körper ist unsere materielle, unsere physische Basis. Und Bewegung ist das Grundwerkzeug des Körpers. Alles, was wir mit unserem Körper erreichen, erreichen wir mit Bewegung. Selbst die Nahrung, die wir zu uns nehmen, führen wir uns über Bewegung zu. Bewegung hat also essentiellen Einfluss auf unser Wohlbefinden und auf unsere Balance. In unserer zivilisierten Welt ist es inzwischen keine allzu neue Erkenntnis, dass die Bewegungsabläufe des Menschen in der Regel nicht mehr den natürlichen Gegebenheiten entsprechen.

Wenn wir also "irgendwo" anfangen, etwas zu verändern, könnten wir zum Beispiel mit unseren Bewegungen beginnen. Indem wir die Muster unserer körperlichen Bewegungen verändern, ändern sich zwei Dinge: Zum einen ändert sich unser Körper selbst, mit der Zeit bewegt er sich anders. Zum anderen ändert sich dadurch auch unser Geist. Der Geist reagiert auf die körperliche Veränderung. Denn gedankliche Muster entsprechen bestimmten Mustern unserer Bewegung. Dies ist die eine Seite des - so wie ich es nenne -  "Energetischen Lernens". Wir verändern also die Beziehung von unserem Körper mit unserem Geist, indem wir unseren Körper beeinflussen. 

Stille

Unser Geist ist unser spiritueller, unser psychischer Aspekt. Und Stille ist das Grundwerkzeug unseres Geistes. Alle Reize, die uns über unsere Wahrnehmung erreichen, verarbeiten wir über Stille. Jedes Mal, nachdem wir mit Reizen gesättigt sind, benötigen wir Ruhe, um sie einzuordnen, zu integrieren, ihnen einen Wert beizumessen, sie für uns verfügbar und nutzbar zu machen oder sie wieder loszulassen. Die Erkenntnis, dass der westlich zivilisierte Mensch heute einem Übermaß an Reizen ausgesetzt ist, wird ebenso als allgemeine Erkenntnis akzeptiert. 

Wir könnten also auch mit unserer Stille beginnen, um etwas zu verändern. Indem wir mehr Stille in uns bringen, ändern sich wiederum zwei Dinge: Zum einen ändert sich unser Geist. Wir nehmen unsere Umwelt selektiver wahr. Es dringt nicht mehr alles "ungefiltert" in uns ein, sondern die Stille hilft uns, das wahrzunehmen, was uns gut tut. Der Rest bleibt weiter draußen. Dies ändert die Struktur unseres Geistes, ändert unsere Art zu Denken. Wir werden ruhiger, gelassener und weniger überfordert, beschäftigen uns mehr mit Dingen, die uns selbst betreffen. Und dies hat wiederum auch Auswirkungen auf unseren Körper. Es bleibt mehr Platz, mehr Raum für unseren Körper. Unser Körper kann sich somit ausdehnen, wir können mehr Aufmerksamkeit dafür verwenden, uns wohl in unserem Körper zu fühlen. Dies ist der andere Aspekt des "Energetischen Lernens". Wir ändern die Beziehung unseres Geistes mit unserem Körper, indem wir unseren Geist beeinflussen.

Wechselseitige Harmonie

Indem wir also den wechselseitigen Einflüssen von Körper und Geist mehr Beachtung schenken, ändert sich etwas ganz Wesentliches in uns. Wir nehmen mehr und mehr wahr, was uns gut tut und was nicht. Wir lernen mehr und mehr zu unterscheiden, was gut für den Körper und was gut für den Geist ist. Und so gewinnen wir Stück für Stück unsere Entscheidungskraft zurück. Wir beginnen selbst zu "sehen", wann wir unter welchen Umständen welche Aspekte des Wohlbefindens verloren haben, und sind dabei, Wege zu gehen, um dieses Wohlbefinden wieder zurückzugewinnen. Und damit geben wir uns selbst die Möglichkeit, eine neue bzw. wiederhergestellte Funktionalität unseres Körpers und unseres Geistes zu schaffen.

Weiterführende Informationen zur "Energetischen Therapie" finden Sie unter


Methoden und Techniken